„Wir setzen uns dafür ein, dass jede Person in St. Gallen ein selbstbestimmtes Leben führen kann, in Freiheit Verantwortung übernimmt und alle Paare gleichgestellt sowie Familie und persönliche Entscheidungen unterstützt werden.“

Freiheit in allen Belangen

Mehr Freiheit, weniger Staat! Das ist unser Ziel. Dafür kämpfen wir! Freiheit ist für uns immer  auch mit Verantwortung – für uns selbst, für unsere Mitmenschen und für unsere Um- und Nach welt – verbunden. Wir sind der festen Überzeugung, dass der Mensch diese Verantwortung weit reichend selbst übernehmen kann und somit auch die weitestreichende Freiheit verdient. Nur  Freiheit ermöglicht es dem Individuum und der Gesellschaft sich zu entfalten. Sie ist die einzige  Möglichkeit, eine gerechte Gesellschaft zu schaffen; vorausgesetzt, es wird auch entsprechend  Verantwortung übernommen. Nur eine freiheitliche Ordnung schafft Wohlstand für alle! 

Liebe kennt keine Grenzen: alle Paare gleichstellen 

Wir fordern, dass gleichgeschlechtliche Paare mit solchen aus verschiedenen Geschlechtern  bestehenden gleichgestellt werden. Mit der «Ehe für alle» ist ein erster Schritt getan, nun müs sen noch die restlichen Schritte, unter anderem die adoptivrechtliche Gleichstellung und Legali sierung der Leihmutterschaft folgen.  

Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken 

Flexible Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle sind entscheidend, um die Vereinbarkeit von Beruf  und Familie zu verbessern. Um private Initiativen nicht zu behindern, müssen bürokratische Hür den für die Einrichtung von familienergänzenden Betreuungsmassnahmen umfassend abgebaut  werden. Familienergänzende Betreuungsangebote sind von grosser Bedeutung und stellen eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Wirtschaft und Privaten dar. Es ist nicht primär die Aufgabe des  Staates, solche Strukturen anzubieten und zu finanzieren. Stattdessen sollte der Staat die Ent wicklung von Tagesstrukturen und die Initiative privater Anbieter unterstützen. Durch die Förde rung privater Initiativen und die Reduzierung bürokratischer Hindernisse kann eine vielfältige und  flexible Betreuungslandschaft entstehen, die den Bedürfnissen der Familien gerecht wird. 

Kiffen für die AHV 

Die Entfernung von der liberalen Hanfpolitik in den neunziger Jahren hat gezeigt, dass der Kon sum von harten Drogen dadurch gefördert wird und die Substanzenkonzentration, in den auf  dem Schwarzmarkt erhältlichen Cannabispräparaten, zugenommen hat: Richtiger Jugendschutz  kann nur dann garantiert werden, wenn die Abgabe streng reguliert und die Inhaltsstoffe kontrol liert werden. Durch den Cannabiskonsum entstandene Kosten müssen durch die Konsumieren den getragen werden, indem Cannabispräparate entsprechend besteuert werden. Bei einem  Überschuss können so auch weitere Mittel für beispielsweise die AHV generiert werden. Andere  Rauschmittel sollen entkriminalisiert werden. 

Westliche Werte schützen 

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist eine wesentliche Errungenschaft von Aufklärung  und Liberalismus. In den letzten Jahrzehnten konnten dabei in der westlichen Welt große Fort schritte verzeichnet werden. Doch zurzeit droht ein konservativer Backlash, welcher diese Errun genschaften gefährdet. Nicht nur durch grössere Migrationsströme, vor allem aus muslimischen  Ländern, kam es zur zunehmenden Verbreitung von islamistischen bzw. reaktionären Ideolo gien, welche Feminismus feindlich gegenüberstehen und die Gleichberechtigung von Frauen ab lehnen. Dem ist in allen Bereichen des öffentlichen Lebens entschieden entgegenzutreten. Muslimische Verschleierungen wie Kopftuch, Burka oder Niqab werden leider auch genutzt, um  Frauen in ihrer individuellen Freiheit einzuschränken. Für uns ist klar: Jeder Mensch hat das  Recht auf Selbstbestimmung. Frauen, die aus eigener religiöser Überzeugung sich für eine Kopfbedeckung entscheiden, respektieren wir, jedoch lehnen wir eine aufgezwungene Verschleierung entschieden ab.