Der Kanton St. Gallen hat heute das Siegerprojekt „Doppeldecker“ für die Sanierung des Union-Gebäude in der Stadt St. Gallen zur Zusammenlegung der Stadt- und Kantonsbibliotheken vorgestellt. Die Jungfreisinnigen des Kantons St. Gallen (JFSG) kritisieren die hohen Sanierungskosten des Projekts.

Offensichtlich ist Zusammenlegung der zurzeit an drei Standorten verteilten Stadt- und Kantonsbibliothek für die Nutzerinnen und Nutzer der Bibliotheken unpraktisch. Ebenfalls können durch die Zusammenlegung administrative Doppelspurigkeiten vermieden werden. Jedoch kritisieren die JFSG den extrem hohen Preis für die Sanierung, sowie auch die Nutzung des Union-Gebäudes für die Bibliothek.

137 Millionen Franken für die Sanierung – 270 Franken pro Einwohner des Kantons

Die JFSG finden es falsch für diese Sanierung 137 Millionen Franken aufzuwenden. Bei Betrachtung der pro-Kopf-Kosten kommen diese Kosten auf überhöhte 270 Franken pro Einwohner. Aufgrund der Grösse des Kantons St. Gallen und den dadurch langen Wegen scheint es äusserst fragwürdig, wie stark eine Person in Rapperswil oder Walenstadt von dieser Bibliothek profitieren wird. Dazu kommt, dass das Siegerprojekt von einem deutschen Architekturbüro stammt. „Bei diesem Projekt wird erneut verschwenderisch mit unseren Steuergeldern umgegangen. Nun kommen diese Millionensummen nicht einmal mehr nur Schweizer Unternehmen zugute, sondern fliessen ins Ausland ab“, kritisiert Joel Mäder, Präsident der JFSG.

Bibliothek ist fehl am Platz im Union-Gebäude

Die JFSG erachten den geplanten Standort der neuen Bibliothek im Union-Gebäude an bester Lage in der Innenstadt von St. Gallen als falsch. Dies nicht aus Gründen der Erreichbarkeit oder Grösse, sondern da das Gebäude heute erfolgreich privatwirtschaftlich genutzt wird und viele etablierte Firmen, wie auch Start-ups von den flexiblen Büroräumlichkeiten im Union-Gebäude profitieren. Dem gegenüber steht die nun zukünftige Nutzung als staatliche Bibliothek ohne nennenswerte Wertschöpfungseffekte.

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