Nicht nachhaltig, nicht finanzierbar und nicht gerecht

AHV Nein

Am 24. September stimmt die Schweiz über die Reform AV2020 ab. Mit ihr würden das Referenzalter 65 für die Frauen, ein flexibleres Pensionsalter und ein sinkender Umwandlungssatz in der 2. Säule eingeführt werden. Diese wünschenswerten Ziele sind jedoch an einen unfairen Ausbau der AHV gekoppelt, welcher grösstenteils durch die jungen Generationen getragen werden müsste. Unfair auch deshalb, weil die Jungen nebst höheren Beiträgen, nicht mehr Sicherheit bei ihrer Vorsorge erhalten. Daher lehnen die Jungfreisinnigen St. Gallen die Vorlage mit Vehemenz ab.

Dass die Altersvorsorge angepasst werden muss, darüber herrscht in allen politischen Lagern Einigkeit. Wie aber die grossen Herausforderungen gemeistert werden sollen, wird derzeit - und wohl auch in Zukunft - heftig darüber debattiert werden. Obschon die Befürworter betonen, dass die Ablehnung der aktuellen Vorlage in jedem Fall schlechter ist, ist es vor allem für die jungen Leute von enormer Wichtigkeit die Scheinreform abzulehnen. Denn sie missachtet das Prinzip der Generationengerechtigkeit und ist keinesfalls nachhaltig.

Nicht nachhaltig

Die Schweiz steht vor der grössten Pensionierungswelle in der Geschichte des Sozialstaates. Doch statt den Status quo zu sichern, hat das Parlament – wenn auch äusserst knapp – einen AHV Ausbau nach dem Giesskannenprinzip beschlossen. Dabei wäre zur Sicherung des bewährten Schweizer Vorsorgesystems gerade in Anbetracht der weiter steigenden Lebenserwartung eminent wichtig, die Einnahmenseite weiter zu stärken. Denn diese Vorgehensweise führt zu jährlichen Mehrausgaben von über einer Milliarde in der AHV.

Nicht finanzierbar

Um die Ausgaben gegenfinanzieren zu können, will das Parlament ab 2018 eine Milliarde aus der Mehrwertsteuer – Geld welches bisher der IV zugutegekommen ist   in die AHV umleiten. Zudem soll die Mehrwertsteuer um 0,3 % angehoben werden. Letztendlich würden wir alle die Folgen dieser missglückten Reform in unseren Portemonnaies spüren.

Nicht gerecht

Die Rentengarantie für die heutigen Ü45 stösst bei uns Jungen auf Unverständnis. Diese Besitzstandsgarantie für die Übergangsgenerationen kostet kumuliert zwischen sechs und acht Milliarden Franken. Die Kosten sollen aber grösstenteils die jungen Erwerbstätigen bezahlen, ohne dafür mehr Sicherheit für die eigene Rente zu erhalten. Dagegen wehren wir uns! Und weil ein Teil der Betroffenen – auf Grund ihres Alters – an der Urne noch nicht stimmberechtigt ist, zählen wir auf ihre Unterstützung. Solidarisieren Sie sich mit jungen und künftigen Generationen und stimmen Sie am 24. September  NEIN zur AV2020.

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